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Was ist Hydrokultur?

Vorteile der Hydrokultur


Bestandteile einer Hydrokultur

Damit Pflanzen optimal gedeihen können müssen Wasser, Nährstoffe, Licht, Luft und Wärme in einem ausgewogenen Verhältnis je nach Pflanze übereinstimmen.

Das Hydrokultursystem bedingt die folgenden Bestandteile:
1. Wasserdichtes Gefäss
2. Pflanze in Blähton
3. Wasserstandsanzeiger
4. Blähton
5. Nährlösung


Eine kleine geschichtliche Uebersicht

Das Wort "Hydrokultur" ist ein "Mischwort". Hydor' (Wasser) aus dem Griechischen und ‚Kultur' (Anbau) aus dem Lateinischen.
Genau genommen heißt Hydrokultur also Wasserkultur. Aber das Wasser, sowie das haltgebende Substrat enthalten keine pflanzenverfügbaren Nährstoffe, die die Pflanzen für das Wachstum brauchen. "Nährlösungskultur erdloser Pflanzen" wäre eigentlich die richtige Bezeichnung, die aber keiner verwendet. Der Begriff Hydrokultur hat sich inzwischen durchgesetzt und man versteht darunter die Kultivierung lebender Pflanzen in einer Nährlösung, bei der die Wurzeln der Pflanze in ein neutrales, anorganisches Substrat, heute meist Blähton, gesetzt werden.
Auf jeden Fall steht dabei die Pflanze mit Substrat in einem Einsatz (Kulturtopf), und dieser in einem passenden wasserdichten Übertopf. Bei Gemeinschaftspflanzungen in Großgefäßen wird der Zwischenraum zwischen den Kulturtöpfen mit Substrat ausgefüllt. Zur Kontrolle der Nährlösungsmenge wird ein Wasserstandsanzeiger eingesetzt.

Warum Hydrokultur?
Die Geschichte der Hydrokultur reicht zurück bis zu Aristoteles.Er lebte etwa 350 Jahre vor Christus. Was uns aber heute interessiert begann um 1955 vornehmlich mit Zimmerpflanzen. Der Durchbruch geschah in den Sechzigern und Siebzigern des letzten Jahrhunderts. In den Sechzigern benutzte der Schweizer Gerhard Baumann erstmals Blähton für seine Pflanzenpflege-Versuche. Im Jahr 1974 brachte die Firma BAYER das Produkt LEWATIT HD5 auf den Markt. Dieser Langzeitdünger vereinfachte die Pflanzenpflege erheblich, was entscheidend dazu beitrug die Hydrokultur für breite Schichten populär werden zu lassen. Hydrokultur wird aus ganz verschiedenen Gründen betrieben. Der einfache Pflanzenliebhaber hat andere Gründe als der fortgeschrittene Hydrokulturfreund, dieser wieder andere als der Hydrokulturgärtner. Noch andere Gründe hat der Wissenschaftler.
Zuerst aber etwas über den Unterschied zwischen Erdpflanze und Hydrokulturpflanze.
Eine Erdpflanze findet ihren Halt in der Erde. Diese ist gleichzeitig der Vorratshalter für Wasser und die benötigten Nährstoffe. Wenn diese verbraucht sind werden sie durch Gießen und Düngen ersetzt. Wenn die Erde keine Nährstoffe mehr aufnimmt muß die Pflanze umgetopft werden. Der Nachteil bei Erde ist, daß sie sich durch das Gießen mit der Zeit verdichtet und verschlammt. Somit kommt keine Luft mehr an die Wurzeln heran. Sauerstoff ist aber auch ein wichtiger Energielieferant für die Wurzeln. Das oben gestaute Gießwasser kann Wurzelhalsfäule und Pilzkrankheiten verursachen.
Eine Hydrokulturpflanze findet Halt in einem anorganischen Substrat, das sich nicht verdichten kann. Somit ist auch eine gute Wurzelbelüftung gewährleistet. Dieses Substrat enthält kein Wasser und keine Nährstoffe. So müssen der Pflanze Wasser und Nährstoffe als Nährlösung angeboten werden. Durch die Kapillarität steigt es teilweise nach oben und schafft so ein von der Pflanze gewünschtes Kleinklima im Wurzelbereich.

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